Home · Artikel · Termine · Downloads · Web Links · Fotoalbum · Suchen · Forum 07.09.2010 01:44
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Erprobungsstufe
Die ersten beiden Jahre an der Geschwister-Scholl-Schule (Klasse 5 und 6)

In der Erprobungsstufe werden alle Klassen von zwei Klassenlehrern im Team betreut, die die Kinder und ihre Eltern beim Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule begleiten'. Bei Schwierigkeiten stehen neben den Klassenlehrern die Beratungslehrer und der Sozialpädagoge zur Verfügung. Der Umgang mit dem Computer wird bereits in Klasse 5 mit Hilfe kleiner Projekte eingeübt. Jede Klasse erhält neben je einer wöchentlichen Förderstunde in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch beim Fachlehrer zwei Arbeitsstunden zur Entwicklung von Lern- und Sozialkompetenz mit dem Klassenlehrerteam. Hier findet sich auch Zeit für das Erlernen von Entspannungstechniken oder Bewegungs- und Koordinationsschulung.

In Klasse 6 erhalten alle Schülerinnen und Schüler Unterricht in der zweiten Fremdsprache Französisch. Alle Schüler werden in unserer Schwerpunktschule bei der Festigung und Erweiterung ihrer Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechtschreiben unterstützt. Bei besonderen Schwierigkeiten im LesenjRechtschreiben wird in gesonderten Kleingruppen gefördert. Regelmäßige Lernwerkstätten informieren die Eltern und zeigen auf, wie Kinder schulbegleitend unterstützt werden können. Nach unserem pädagogischen Grundprinzip eines konstanten Bezugsrahmens und der Eigenverantwortlichkeit gestalten unsere Schülerinnen/Schüler ihren Klassenraum selbst und übernehmen somit Verantwortung für ihr Umfeld. Regelmäßig finden Unternehmungen wie Wanderfahrten, Klassenfeste und Aufenthalte im Schullandheim statt.

Lernwerkstatt: Ein ganzheitliches Unterrichtskonzept

Die Lernwerkstatt an der Geschwister-Scholl-Schule ist ein schüleraktivierendes und schülerorientiertes Unterrichtskonzept für die Jahrgänge 5 und 6, welches mehrperspektivisch angelegt ist und folgende Ziele fokussiert:

- Selbstständiges und selbstorganisiertes Lernen
- Selbstbestimmtes Lernen durch Wahlmöglichkeit aus einem Aufgabenkatalog
- Kooperatives und soziales Lernen
- Beratung und Reflexion im Lernprozess
- Lernen lernen durch Anwenden geeigneter Methoden auf den Ebenen Planen, Durchführen, Präsentieren
(Erwerb von Methodenkompetenz)

Die Lernwerkstatt ist mit 2 Stunden in der Woche in den Unterrichtsplan integriert. In diesen Stunden findet „Unterricht“ nach anderen als den üblichen Prinzipien statt. Die Schüler können eine s. g. „Forschungsaufgabe“ aus einem aufbereiteten Aufgabenkatalog mit unterschiedlichen Fächern aussuchen. Zusätzlich zu den regulär unterrichteten Fächern können sie außerdem Aufgaben aus dem Bereich des sozialen Lernens wählen. Je nach Neigung oder auch Förderbedarf bietet der Katalog für jeden Schüler interessante Themen. Die Forschungsaufgaben sind dabei so angelegt, dass sie ein längeres Beschäftigen mit dem Stoff ohne den im regulären Unterricht oft vorhandenen Zeitdruck ermöglichen. Mehr Zeit für die Aufgaben ist auch deshalb nötig, da die Schüler bzgl. der Auswahl, Planung, Organisation Durchführung, Gestaltung, Präsentation und Reflexion des Lernfortschritts selbst verantwortlich sind. Dieser umfassende und ganzheitliche Ansatz fördert und fordert eine stärkere Partizipation des einzelnen Schülers. Dies beinhaltet die Chance, dass der Schüler über den Wissenserwerb hinaus auch seine personalen Kompetenzen (wie Organisationsfähigkeit, Reflexionsfähigkeit, Verantwortungsfähigkeit, Kritikfähigkeit) entwickeln kann. Nicht minder zu bewerten ist auch der Kompetenzerwerb auf sozialer Ebene. Viele der Aufgaben sind als Partner- oder Gruppenaufgaben angelegt. Hier müssen die Schüler in Absprache und Rücksicht mit anderen agieren. Zum anderen impliziert die Lernwerkstatt ein Beratersystem, bei welchen auch die Schüler sich gegenseitig bzgl. ihres Lernfortschritts unterstützen. Dies geschieht, indem sie sich von anderen Gruppen (Zwischen)Ergebnisse vorstellen lassen, diese nach ihren Möglichkeiten beurteilen und einen Ratschlag für die Weiterarbeit geben.
Durch diesen schülerzentrierten Ansatz ergibt sich eine veränderte Lehrerrolle. Der Lehrer ist nicht in erster Linie das Medium zur Wissensvermittlung, sondern er fungiert in der Lernwerkstatt eher als professioneller Berater des Lernfortschritts und Organisator des Unterrichtsablaufs. Zur Organisation gehört neben der Moderation der Phasen auch die Bereitstellung der nötigen Materialien und die Möglichkeit zur Nutzung geeigneter Medien (wie Bücher, Internet/PC).

Beispiel einer Aufgabenkarte:

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kfecke
05.07.2010 08:06
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