Bewegungsfreudige Schule

Was verstehen wir unter bewegungsfreudiger Schule?

Für uns bedeutet es, dass die Bewegung beim Lernen unterstützend wirkt, dass sie das Schuljahr, den Schultag und die Schulstunde in sinnvolle Einheiten gliedert und einen Ausgleich zum „sitzenden Lernen“ schafft.

Sportfeste, Sportevents, Klassenfahrten mit sportlichem Schwerpunkt und die Teilnahme an Sportwettkämpfen rhythmisieren nicht nur das Schuljahr, sondern fördern auch soziale Kompetenzen. Die Zusammenarbeit mit Vereinen und außerschulischen Partnern gibt uns die Möglichkeit, ein vielfältiges Angebot für Schülerinnen und Schüler anzubieten.

Die Bewegungsangebote in den Pausen gliedern nicht nur den Schultag, sondern sie schaffen auch die Möglichkeiten zum „Austoben“ und zur Entspannung.

In der Unterrichtsstunde sorgen Bewegungspausen dafür, dass die Konzentration über einen längeren Zeitraum aufrecht gehalten werden kann.

Bewegungsfreudige Schule bedeutet aber auch, dass sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern der lernunterstützenden und kompensatorischen Wirkung von Bewegung in der Schule bewusst sind und gemeinsam an ihrer Weiterentwicklung arbeiten (siehe dazu auch die Exekutiven Funktionen).

Exekutive Funktionen

Was die exekutiven Funktionen sind, erklären wir Euch /Ihnen jetzt:

Nach Frau Dr. Sabine Kubesch vom INSTITUT BILDUNG plus sind:

Die exekutiven Funktionen und die Fähigkeit zur Selbstregulation entscheidend für den Lernerfolg und in diesem Zusammenhang vergleichbar bedeutsam wie die Intelligenz. Gleichsam beeinflussen sie die sozial- emotionale Entwicklung der Kinder und Jugendliche wesentlich.

Zu den exekutiven Funktionen zählen das Arbeitsgedächtnis, die Inhibition und die kognitive Flexibilität. Das Arbeitsgedächtnis ermöglicht es, Informationen kurzzeitig zu speichern und mit den gespeicherten Informationen zu arbeiten.

Mit Hilfe der Inhibition sind Schülerinnen und Schüler in der Lage, spontane Impuls zu unterdrücken, die Aufmerksamkeit willentlich zu lenken und Störreize auszublenden.

Die kognitive Flexibilität ist die Fähigkeit, den Fokus der Aufmerksamkeit zu wechseln, sich schnell auf neue Situationen einstellen und andere Perspektiven einnehmen zu können.

Einige Beispiele, die die Begriffe Arbeitsgedächtnis, Inhibition und kognitive Flexibilität klarer werden lassen, findet man im Internet unter:

„Förderung exekutiver Funktionen durch Bewegung“ Eine Lehrer/innen-Handreichung für die Schule (von Wolfgang Stöglehner)