25. Februar 2019

Gedenkstättenfahrt der 10ten Klassen zum Stalag 326 (VI K) Senne


Das noch vorhandene so genannte „Entlausungsgebäude“ des ehemaligen Stammlagers 326 (VI K) Senne, das zum Teil von der Dokumentationsstätte genutzt wird.

Vom 19. bis 21. Februar 2019 verbrachten die fünf zehnten Klassen unserer Schule im Rahmen des Geschichtsunterrichts jeweils einen Gedenkstättentag in der Dokumentationsstätte Stalag (VI K) Senne in Schloß Holte-Stukenbrock.

Im Juli 1941 wurde auf dem Truppenübungsplatz in der Senne mit der Einrichtung eines Kriegsgefangenenlagers für vor allem sowjetische, aber auch französische, belgische, polnische und serbische Kriegsgefangene begonnen. Die Kriegsgefangenen wurden zur Zwangsarbeit in der Landwirtschaft, aber auch in der Industrie sowie im Bergbau im Ruhrgebiet verpflichtet. Vor allem die sowjetischen Kriegsgefangenen litten an Unterernährung, unter den sich ausbreitenden Seuchen wie Fleckfieber und unter völliger körperlicher Entkräftung. Etwa 300.000 Kriegsgefangene aus der Sowjetunion waren von 1941 bis zur Befreiung durch amerikanische Truppen am 2. April 1945 im Stalag 326 untergebracht, ca. 65.000 von ihnen starben. Sie sind in den Massengräbern auf dem Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter in Stukenbrock-Senne, den wir ebenfalls besucht haben, beigesetzt. Noch heute besuchen Angehörige der verstorbenen Kriegsgefangenen die Gedenkstätte und den Friedhof, um mehr über das Leben und das Leiden ihrer Angehörigen in der Senne zu erfahren und ihrer zu gedenken.

 

Her


Zurück