21. Juni 2018

"Das fliegende Klassenzimmer"


Segelfluglehrer Dirk Spiekermann mit Felix Bamberger (l.) und Lennard Gartenbröker im Cockpit. v.v.l. Marie Hanswillemenke, Enlil Josef, Niklas Rüschstroer, Florian Junker, Moritz Hanswillemenke u. Casey Skinner

Technische Einweisung durch den Fluglehrer

...und dann ging`s los!

Segelfliegen an der GSS

Fliegen ganz ohne Motor, lautlos und nur getragen von der Luft – das ist der große Traum der Menschheit. Die perfekte Kombination aus High Tech und purem Naturerleben, diese Erfahrung konnten acht Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 8 und 9 im Rahmen der Segelflug AG machen, die von Herrn Große Banholt geleitet wird.

An insgesamt drei Tagen, einem im September 2017 und zwei weiteren Anfang Juni 2018, bekamen sie theoretische und praktische Einblicke in das Segelfliegen beim „Vereins für Segelflug „Wittekind“ Enger e.V.“

Bei Dirk Spiekermann, einem der Segelfluglehrer des Vereins, erlernten die Jugendlichen zunächst, in einem theoretischen Teil, die physikalischen Grundlagen des Fliegens. Sie erhielten einen Einblick in die Technik eines Segelflugzeuges und verglichen dabei auch die verschiedenen Flugzeugtypen, hinsichtlich ihrer Eigenschaften und Fähigkeiten. Dirk Spiekermann informierte die jungen Flugschüler ausführlich über die verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen und wie, nach dem jeweiligen Körpergewicht, das Trimmgewicht im Flugzeug verteilt werden muss. Außerdem wurde gemeinsam ein Flugzugcheck durchgeführt.

Unterstützt durch weitere Fluglehrer des Vereins konnten, bei guten Wetterbedingungen, die ersten Flugversuche gemacht werden. Alle waren aufgeregt und konnten es kaum erwarten, endlich abzuheben! Zwei Flugzeuge, ein Segelflugzeug und einen Motorsegler, hatte der Verein dafür zur Verfügung gestellt. Sie flogen parallel immer mit jeweils einem Schüler und einem Fluglehrer.

Die Aufregung stieg, als das Segelflugzeug mit Hilfe eines Windenstarts auf 400 Höhenmeter gezogen wurde. Nach dem Ausklinken konnten die Schüler selbst auch mal die Steuerung übernehmen und erste Manöver erproben. Das Halten der Geschwindigkeit, geradeaus steuern, eine Kurve fliegen ohne zu langsam oder zu schnell zu werden, kreisend in der aufsteigenden Luft Höhe zu gewinnen und diese Höhe dann in Flugweite umzusetzen… das alles waren die Herausforderungen und sie konnten selbstständig ausprobiert werden. Jeder Teilnehmer durfte mindestens 4 Starts miterleben.

 Die Freiheit in der Luft zu genießen, dieser Traum wird beim Segelfliegen wahr - und das haben die Jugendlichen genau so wahrgenommen.

 Übrigens darf man schon mit 14 Jahren in das Segelfliegen einsteigen. Eine Ausbildung dauert 2-3 Jahre. Selbstständig mit Lizenz darf man dann ab 16 Jahren fliegen. Die Kosten sind nicht teurer als Skifahren, Squash oder Tennis.  Denn, wer sich im Verein engagiert und sich an den anfallenden Arbeiten auf dem Flugplatz oder in der Vereinswerkstatt beteiligt, fliegt sehr günstig! Für Jugendliche gibt es zusätzlich Sondertarife durch die das Fliegen preiswerter wird.

Sehr attraktiv war für die jungen Flugschüler der Motorsegler, denn die Ziele konnte man mit ihm deutlich leichter ansteuern, so dass jeder bei einem Flug, über Bielefeld und die Senne bis nach Gütersloh, einmal sein eigenes Haus von oben betrachten konnte. Ein echter WOW-Effekt für alle!  Aber auch den Flug über den Safaripark oder das Herrmannsdenkmal empfanden die Jugendlichen als faszinierendes Erlebnis.

Die Begeisterung aller war groß und auch die Segelfluglehrer waren voll des Lobes und bieten die AG auch im nächsten Jahr wieder gerne für Schülerinnen und Schüler unsere Schule an, worüber sich Initiator Guido Große Banholt besonders freut.

Wir möchten uns beim „Vereins für Segelflug „Wittekind“  bedanken für dieses ganz besondere Erlebnis.   

Es war Faszination pur!

 

 NOA  21.06.18


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