20. Februar 2017

Medienscouts an der GSS


v.l. Moritz Hanswillemenke, Angie Kraszula, Gerrit Kramer, Berivan CeliK, Lehrerin Simone Bankert, Schulzialopädagogin Sandra Schulze. Lehrer Jan Stollmeier fehlt auf dem Bild.

Vier Achtklässler absolvierten erfolgreich eine Ausbildung zum Medienscout und erhielten nun ihre Zertifikate.

90% aller Zwölfjährigen besitzen laut einer Forsa-Umfrage ein Handy. Der Umgang damit wird zwar technisch immer einfacher, die Überforderung mit den Hunderten von Nachrichten, die am Tag eingehen oder den Beleidigungen, die in Gruppenchats hin und her fliegen,  wird jedoch eher  größer. Viele Jugendliche fühlen sich überfordert und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen.

Zum dritten Mal haben daher Trainer der Landesanstalt für Medien NRW, in Kooperation mit dem Medienzentrum Gütersloh, in den letzten Monaten Schülerinnen und Schüler aus den achten Klassen zu Medienscouts ausgebildet. Beteiligt waren insgesamt elf Schulen aus dem Kreis Gütersloh, darunter auch die Geschwister Scholl Realschule.

Die Jugendlichen haben sich seit dem vergangenen Herbst in sechs Workshops intensiv damit beschäftigt, welchen Einfluss und welche Risiken Smartphones, Internet und die sozialen Medien auf Kinder und Jugendliche haben.

Die Scouts sollen nun in der Lage sein, ihren Mitschülern der fünften bis siebten Klassen, Wissen, Handlungsmöglichkeiten und Reflexionsvermögen für einen sicheren und selbstbestimmten Medienumgang beizubringen. Begleitend stehen den Medienscouts an ihren Schulen auch Lehrerinnen, Lehrer und Sozialpädagogen zur Seite, die an der Ausbildung ebenfalls teilgenommen haben. „ Die Medienscouts sollen ein wenig der „sichere“ Hafen“ und Ansprechpartner vor Ort sein, denn viele Jugendliche wollen zum Beispiel bei Mobbing in Gruppenchats nicht sofort mit ihren Eltern reden, sondern lieber auf Augenhöhe mit Gleichaltrigen,“ sagt Ranka Bijelic, Hauptreferentin der Workshops und Jugendschutzbeauftragte der Stadt Gütersloh. Während der Ausbildung zum Medienscout beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie Internet und Sicherheit, Social Communities, Computerspiele, Sexting, und Cyber Mobbing. Die Referenten haben Wert darauf gelegt, dass die Teilnehmer viele Problemlösungen auch eigenständig entwickeln. „Es ist toll zu sehen, wie sich die Jugendlichen das Thema selbst erarbeiten und wie selbstbewusst und souverän sie das inzwischen vor der Gruppe präsentieren“, freute sich Martin Husemann, Leiter des Medienzentrums Kreis Gütersloh über das gelungene Pojekt.

Zum Abschluss der Ausbildung erhielten Gerrit Kramer, Angie Kraszula, Berivan Celik und Moritz Hanswillemenke, sowie die Schulsozialpädagogin Sandra Schulze und die Lehrer Simone Bankert und  Jan Stollmeier, ihre Urkunden überreicht und dürfen sich nun zertifizierte Medienscouts nennen. Ab sofort stehen die vier Jugendlichen ihren Mitschülern nun mit Rat und Tat zur Seite.

 NOA 20.02.17


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