09. November 2016

"teutolab-chemie" an der GSS gestartet


Grundschüler beim Experimentieren

Schulleiterin Christiane Piepenbrock und Prof. Dr. Herbers bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages

Viertklässler der Josefschule aus Spexard

Im Zauberlabor

Im Duftlabor

Vorbereitungen für Experimente im Säurelabor

Tutoren aus den 10.Klassen erklären die chemischen Experimente

Die jungen Forscher bei der Arbeit

Die Geschwister-Scholl-Schule wird als erste Gütersloher Realschule in das Netzwerk der Universität Bielefeld aufgenommen.

Schutzbrillen aufsetzen, mit Pipetten und Reagenzgläsern arbeiten, das sind Handgriffe, die für die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule Alltag sind. Für Kinder von Grundschulen hingegen ist das Neuland. Im Zuge der Einführung des Mitmachlabors teutolab kamen vergangene Woche 26 Viertklässler der Josefschule aus Spexard in die GSS und konnten sich davon überzeugen, dass Chemie richtig Spaß machen kann!

Das Interessante am teutolab ist, dass statt einer Lehrperson Schülerinnern und Schüler der Jahrgangsstufe 10 als Tutoren fungieren. Sie erklären den Viertklässlern die spannenden Chemieexperimente, die die Grundschüler dann eigenständig durchführen können.

„Heute dreht sich alles um die Zitrone“, erklärte Chemielehrer und Initiator Kai Stecher den Kindern bei der Einführung. Nachdem alle Fragen zum Thema Sicherheit geklärt waren, bekamen die Schülerinnen und Schüler  Schutzbrillen und passende Laborkittel von Chemielehrerin Mareike Nieweg ausgehändigt und wurden in drei kleinere Gruppen aufgeteilt, die sich dann in eines der drei Testlabore begeben konnten.

Im Duftlabor wurden besonders die Nasen der Schüler beansprucht. Das Erraten von Vanille, Minze & Co. fiel ihnen nicht sehr schwer ...aber bei der Frage, woher der Duft der Zitrone kommt, wurde zunächst sehr viel gerätselt. Mit einem Schnuppertest kamen die jungen Forscher dann zur richtigen Lösung: Nicht das Fruchtfleisch, sondern die Schale ist verantwortlich für den Geruch.

Magisch wurde es dann im Zauberlabor, hier ging es um die Herstellung von unsichtbarer Tinte. Eine Schrift, die mit Zitronensaft geschrieben wurde und daher kaum zu erkennen war, konnten die Viertklässler mithilfe von Hitze wieder zum Vorschein bringen.

Einen Raum weiter, im Säurelabor, wurde fachgerecht mit Pipette und Reagenzglas der Säuregehalt verschiedener Stoffe verglichen. Die Grundschüler konnten die Ergebnisse sehr deutlich durch die entstandene Farbvielfalt in ihren Reagenzgläsern ablesen.

In allen Laboren standen den jungen Forschern freiwillige Tutoren aus den 10. Klassen zur Seite, aber das selbstständige, praktische Arbeiten der Grundschüler steht bei diesem Projekt immer im Vordergrund.

Geplant ist, dass es dieses Angebot für Grundschulen regelmäßig geben wird, denn mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages ist die Geschwister-Scholl-Schule nun offiziell Mitglied des Schülerlabors teutolab-chemie der Universität Bielefeld.

„Je früher wir Kindern den Weg in die Naturwissenschaften ebnen, desto besser können wir sie auch auf diesem Weg mitnehmen“, waren sich Schulleiterin Christiane Piepenbrock und Professor Dr. Rudolf Herbers, Leiter und Mitgründer des teutolabs, einig.

Herbers ergänzte außerdem, dass „ Schüler mit dem Irrglauben durchs Leben gehen, dass Naturwissenschaften schwer seien. Wir möchten ihnen zeigen, dass diese aber unglaublich viel Spaß machen können“.

Und das ist offensichtlich auch gelungen. „Immer wieder gerne“, sagte Annette Böhm, Lehrerin an der Josefschule, die mit ihren nächsten vierten Klassen auf jeden Fall wiederkommen  möchte.                                                    

 noa

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Nachfolgend finden Sie weitere Infos für interessierte Grundschulen

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Kooperation der Geschwister-Scholl-Schule mit der Universität Bielefeld

 Das teutolab-chemie-Projekt der Geschwister-Scholl-Schule Gütersloh

Die Universität Bielefeld möchte mit dem teutolab-chemie schon die ganz jungen Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften – hier insbesondere Chemie – begeistern. In dem Mitmachlabor können die Kinder selbst chemische Experimente durchführen und so einen ersten Einblick in die (bunte!) Welt der Chemie bekommen.

Die Geschwister-Scholl-Schule Gütersloh hat sich nun entschlossen, als Netzwerk-Schule ein eigenes teutolab-chemie für Grundschulen anzubieten.

 

Das teutolab wird bei uns von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 nach einer mehrtägigen Einarbeitung weitgehend selbstständig durchgeführt. Dadurch bekommen sie einen tieferen Einblick in die Laborarbeit, denn sie übernehmen auch die Verantwortung für die gesamte Vor- und Nachbereitung des Laborbetriebs. Zudem machen sie durch die Betreuung der jüngeren Schülerinnen und Schüler viele praktische Erfahrungen im sozialen Miteinander.

                                                                 

Der Ablauf eines Nachmittags im teutolab-chemie an der Geschwister-Scholl-Schule:

  • Die Veranstaltung beginnt jeweils am vereinbarten Termin um 14.00 Uhr.
  • Nach einer kurzen Einführung und einem Gruppenfoto werden die Kinder in drei etwa gleichgroße Gruppen aufgeteilt.
  • Anschließend gehen die Gruppen mit den betreuenden Schülern in die einzelnen Labore (Duftlabor, Säurelabor bzw. Zauberlabor). Eine Laborphase dauert etwa 35 Minuten, dann wechseln die Gruppen ins nächste Labor, so dass alle Kinder die drei Labore erleben.
  • Wenn die Nachwuchsforscher gegen 16.15 Uhr alle Labore kennengelernt haben, endet der Nachmittag an der Realschule.
  • Die Kinder brauchen nichts mitzubringen, Kittel, Schutzbrillen, Papier und Stifte sind vorhanden. Für die benötigten Materialien müssen wir jedoch einen Unkostenbeitrag in Höhe von 2,50 € pro Kind erheben.

 Wir bedanken uns für Ihr Interesse und freuen uns auf Ihren Besuch!

 Kai Stecher & Mareike Nieweg

Für Ihre Rückfragen oder Anmeldungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

Kontaktieren Sie dafür unser Sekretariat.

Tel. 05241-505262-10            

Mail:buero@rsgss.schulen-gt.de                                                                 

                                                                                                                                                                                           noa


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