21. September 2015

Engagierter Schule wird zum dritten Mal der Schulentwicklungspreis verliehen


Die Geschwister-Scholl-Schule, Realschule Am Anger in Gütersloh, ist nach 2008 und 2012 erneut mit dem Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ ausgezeichnet worden.

Die Unfallkasse NRW prämiert mit dem Schulentwicklungspreis Schulen, denen es besonders gut gelingt, Gesundheitsförderung und Prävention als Qualitätsmerkmal anzusehen und dem in ihrer Schulentwicklung und ihrem Alltag einen hohen Stellenwert einräumen.

Den Preis nahm Schulleiterin Christiane Piepenbrock in Essen aus Händen von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann entgegen, unter deren Schirmherrschaft dieser Wettbewerb steht.

Der Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ ist mit einem Sockelbetrag von 5000Euro und weiteren 10Euro pro Schüler der höchst dotierte Schulpreis in Deutschland, den die Geschwister-Scholl-Schule nun zum dritten Mal gewonnen hat und kann sich nun über eine Prämie von 14.150 Euro freuen.

„Die vielen Maßnahmen, bei denen Schülerinnen und Schüler freiwillig Verantwortung im Schulalltag übernehmen und anderen helfen, z.B. im Schulsanitätsdienst, bei den Sporthelfern und Sprachpaten, sowie das Konzept der Realschule zur inklusiven Förderung, wo besonders Kinder mit Migrationshintergrund und erhöhtem Sprachförderbedarf eingegangen wird“ , haben, so die Unfallkasse NRW, dazu beigetragen, dass die Geschwister-Scholl-Schule diese Auszeichnung nun schon zum dritten Mal erhalten hat.

Nach Angaben der Rektorin Christiane Piepenbrock haben sich in den letzten 9 Jahren mehr als 1000 allgemein- und berufsbildenden Schulen an dem Wettbewerb beteiligt, von denen jetzt 46 ausgezeichnet wurden.

Es galt in einem mehrstufigen Verfahren darzustellen, was die Schule zu einer guten, gesunden Schule mache. Zunächst musste ein online-Fragebogen beantwortet, danach die einzelnen Projekte dargestellt werden. War das erfolgreich überstanden, stand der Besuch der Jury auf dem Plan, die sich dann vor Ort und mit allen Beteiligten, wie Schulleitung, Lehrern, Eltern und natürlich mit den Schülerinnen und Schülern über die eingereichten Konzepte informierte, Gespräche führte und das Schulleben ganz genau analysierte.

„ Wir möchten ein Schule haben, in der sich jeder wohlfühlt und mit Respekt behandelt wird“, betont Christiane Piepenbrock und erläutert die Bausteine, die Teil der Bewerbung waren und diese Bestrebungen unterstreichen. Das ist z.B. das „Classroom-Management“, bei dem zwischen Schülern und Lehrern Verhaltensregeln verbindlich festgeschrieben werden. Im Projekt „Verantwortung übernehmen“ können sich auf Schülerinnen und Schüler aktiv einbringen und das Schulleben, z.B. als Sprachpaten, Lesescouts, Sanitäter, Streitschlichter oder Sporthelfer mit gestalten. Insgesamt sind ca.200 der 900 Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in vielen verschieden Bereichen für andere aktiv.

Der dritte Baustein beschäftigt sich mit Inklusion und Heterogenität. Im Fokus stehen hier Schüler und Schülerinnen mit und ohne Förderbedarf sowie die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund.

Für die Verwendung des Preisgeldes hat die Schulgemeinschaft auch schon einige Ideen - so sollen weitere Entwicklungsprojekte voran gebracht werden und Materialien für die ehrenamtlichen Tätigkeiten der Schüler und Schülerinnen gekauft werden. Außerdem sollen die neuen Pausencontainer auf dem Schulhof ausgestattet werden. Deren Finanzierung gelang über einen Sponsorenlauf im letzten Jahr, der übrigens von den Sporthelfern der Geschwister-Scholl-Realschule organisiert wurde.

M. Noack


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