25. April 2014

Besuch im Landtag


Vor einigen Tagen besuchten wir, die beiden Sozialwissenschaftskurse der Jahrgangsstufe 9 der Geschwister-Scholl-Schule Gütersloh, mit unseren Lehrern Herrn Wolters und Frau Mesch den Landtag in Düsseldorf.

Zuvor hatten wir uns intensiv im Unterricht mit dem parlamentarischen System in Deutschland und speziell in Nordrhein-Westfalen beschäftigt.

Unsere große Gruppe wurde herzlich von der Landtagsabgeordneten Ursula Doppmeier empfangen. Frau Doppmeier hatte sich Zeit genommen, uns von ihrer Arbeit als Landtagsabgeordnete zu berichten. Zunächst erzählte sie uns von ihrem Werdegang, wie es kam, dass sie eine Landtagsabgeordnete wurde. Frau Doppmeier war sehr offen und beantwortete alle gestellten Fragen. Besonders beeindruckt waren wir, wie Frau Doppmeier als alleinerziehende Mutter von vier Kindern für ihre politischen Ziele und Ideale gekämpft hat und Beruf und Familie miteinander vereinbaren konnte. Frau Doppmeier bedankte sich bei uns: „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit einer so interessierten Gruppe zu diskutieren.“

Anschließend ging es für beide Kurse in den Plenarsaal, wo wir mit zwei anderen Schulklassen eine Debatte führten. Wir durften auf den Plätzen der Abgeordneten sitzen und in deren Rollen schlüpfen. Marcel Fabiene Stowinsky durfte die Rolle der Landtagspräsidentin Carina Gödecke übernehmen, Dzenan Gruda vertrat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann vertrat Konstantinos Grigoriadis. Wie in den echten Debatten des Landtags hielt jede Fraktion eine Rede zu dem Thema „Wahlrecht ab Geburt“. Wir hatten uns im Unterricht darauf vorbereitet und festgestellt, dass die Stimmen der unter 18jährigen wegen unseres Wahlrechts verloren gehen. Dagegen sind die über 65jährigen wegen des demographischen Wandels sehr stark vertreten. Wir, die jüngere Generation, muss jedoch unter einigen heutigen politischen Entscheidungen in Zukunft leiden. So könnte ein Wahlrecht ab Geburt, das zunächst stellvertretend die Eltern eines Kindes ausüben könnten, für mehr Gerechtigkeit unter den Generationen sorgen. Vier der Geschwister-Scholl-Schüler/innen durften ihre vorbereitete Rede halten und erhielten positive Rückmeldungen dafür: Konstantinos Grigoriadis, Elanur Akkas, Charleen Sani und Robin Steffens.

Zum Schluss waren wir in der Landtagskantine zu Kuchen und Erfrischungsgetränken eingeladen. Nach dem Landtagsbesuch konnten wir noch die Düsseldorfer Innenstadt besuchen. Alles in allem war es ein lehrreicher, interessanter und kurzweiliger Ausflug zugleich.

Céline Firat, Leyla Goldmann, Jasmin Franik, Vanessa Zittel


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