08. Mai 2012

Verzichten und die Welt retten


Hat unsere Erde noch eine Chance? Was hat der Klimawandel mit uns zu tun? Diese Frage stellten sich die Schüler der Klasse 8 b der Geschwister Scholl-Schule.

Um Antworten zu finden, veranstalteten sie jetzt einen Projekttag zum Thema „Nachhaltigkeit und Konsum“. Mit Experten vom „Eine-Welt-Netz“ aus Münster. Die Schüler berichten:

Bei einer nachgespielten Klimakonferenz wurde uns bewusst, wie ungerecht die Verteilung des CO2-Ausstoßes von Industrie- und Entwicklungsländern ist. Wir fanden es erschreckend, dass in Europa viel weniger Menschen als in Asien leben, die aber viel mehr schädliches CO2 produzieren.

Dass wir auch nicht ganz unschuldig am Klimawandel sind, erfuhren wir, als wir unseren eigenen ökologischen Fußabdruck erstellten. Dabei mussten wir unser eigenes Verhalten beurteilen. So wurden wir zum Beispiel gefragt, was wir zur Abfallvermeidung tun, wie viele Stunden wir täglich Fernseher, Computer und Musikanlagen benutzen. Aber auch, woher unsere Lebensmittel kommen und wie sie verpackt sind. Wir stellten fest, dass auch wir umdenken müssen, um den Klimawandel noch stoppen zu können.

Im Gespräch mit den Experten überlegten wir, was wir in unserer Klasse tun können und worauf wir verzichten könnten. Als erstes wollen wir jetzt mehr mit dem Fahrrad fahren als mit dem Auto. So werden wir unabhängiger von unseren Eltern und tun noch etwas für die Umwelt. Für unser Frühstück wollen wir Brotdosen verwenden anstatt Alufolie oder anderes Verpackungsmaterial. Wir haben auch festgestellt, dass in unserem Klassenraum in der Pause oft das Licht brennt und keiner im Raum ist. Wir wollen in Zukunft alle darauf achten, dass das Licht ausgemacht wird, wenn wir den Raum verlassen.

Dass der Verzicht auf gewohnte Dinge nicht so leicht ist, berichteten einige Mitschüler. Niklas: „Ich habe es geschafft, zwei Wochen auf Süßigkeiten zu verzichten. Am Anfang habe ich gedacht, dass schaffe ich bestimmt nicht.“ An manchen Tagen habe er darüber nachgedacht, doch welche zu essen. „Aber ich habe mir immer wieder gesagt, dass ich das schaffe – und es hat geklappt“, ergänzt er.

Mattis berichtet: „Ich habe versucht, auf Nutella zu verzichten, weil ich fast jeden Morgen Nutella zum Frühstück esse.“ Die erste Woche habe es super geklappt, doch dann habe ihm seine Mutter ein Nutellabrot zur Schule mitgegeben. „Ich konnte nicht widerstehen“, sagt er. Es sei schwierig, auf etwas zu verzichten, an das man gewöhnt ist. „Aber es hat auch Spaß gemacht zu testen, wie lange ich durchhalte“, ergänzt Mattis. Am Ende des Projekttages hatten wir einige Antworten auf unsere Fragen gefunden. Und es ist uns sehr deutlich geworden, dass wir auch einen Beitrag leisten können, damit unsere Erde noch eine Chance hat.

Klasse 8b
Dieser Artikel stand am 25.4.2012 in der Neuen Westfälischen unter "Klasse! Kinder. Schüler schreiben für die NW."


Zurück