13. Februar 2008

Der Berg rief


23 Schüler vernahmen den Ruf und folgten ihm bis auf den Mölltaler Gletscher. Um euch den Griff zum Atlas zu ersparen, der Gletscher bildet das obere Ende des Mölltals und reicht bis zu einer Höhe von knapp 3200m.

Das Skigebiet ist somit das höchste im österreichischen Bundesland Kärnten, eine Schneegarantie wurde direkt mitgebucht.
Nach einer 13-stündigen nächtlichen Busfahrt erreichten wir pünktlich zum Frühstück unsere Unterkunft, eine ehemalige Poststation. Der erste Tag diente uns zur Akklimatisation und zu theoretischen Vorbetrachtungen bezüglich der neu zu erlernenden Sportart. Am Sonntag ging es endlich los – der erste Skibus war unser. Nachdem im Vorfeld das Verhalten bei Bränden im unterirdischen Gletscherexpress ausführlich aus physikalischer Sicht analysiert wurde, ging es mit hoher Geschwindigkeit in den Schnee. Hier stellten wir schnell fest, dass es bis zum Niveau der Sportler in den zuvor gezeigten Videos noch ein weiter Weg ist. Es folgten Tage mit ungezählten Stürzen und blauen Flecken. Aber alle bissen wir uns durch und anfangs als unüberwindbare Pisten wahrgenommene Abfahrten erwiesen sich in den letzten Tagen als harmlos. Auch lichteten sich unsere Reihen nicht durch schwere Stürze und Brüche. Hubschraubereinsätze konnten wir so aus sicherer Entfernung wahrnehmen und jede Stunde im Pulverschnee genießen. Wenn es an einigen Tagen bei eisigen zweistelligen Minusgraden stürmte und schneite - die Piste gehörte uns. Nach unserer letzten Abfahrt waren wir uns alle einig - dies war nicht unser letzter Ausflug in den Schnee.

Ach ja! Da waren ja noch ein „Rotes Pferd“ und die neu entdeckte Liebe zwischen Boardern und Skifahren.

(Frank Seliger)


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